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Systeme der Löschwassertechnik

09.08.2020 11:07
Profi Schlauch Team

Zur Löschwassertechnik gehören folgende Produktbereiche:

  • Löschwasseranlagen trocken
  • Wandhydranten
  • Feuerlöscharmaturen 
  • Löschwasserübergabestellen

Löschwasseranlagen trocken

Löschwasseranlagen trocken sind bauliche Anlagen, die ausschließlich für die Nutzung durch die Feuerwehr bestimmt sind. Im Brandfall kann durch die Feuerwehr über die Löschwasseranlage trocken eine schnelle Löschwasserbereit-stellung gewährleistet werden, ohne dass ein zeitraubendes Verlegen von Schlauchleitung im Gebäude erforderlich wird oder Fluchtwege durch das Verlegen von Schläuchen eventuell beeinträchtigt werden.

Bei Löschwasseranlagen trocken sind die Löschwasserleitungen im Normalfall, also wenn die Löschwasseranlage nicht in Gebrauch ist, leer (trocken). Erst im Brandfall werden sie von der Feuerwehr mittels einer Einspeiseeinrichtung am Gebäude befüllt. Durch die Einsatzkräfte kann dann an den einzelnen Entnahmeeinrichtungen im Gebäude das Löschwasser für die Brandbekämpfung mit entnommen werden.

Die Wasserversorgung der Löschwasseranlage trocken erfolgt typischerweise über die Pumpe des Feuerwehrfahr-zeugs, die wiederum aus einem nahegelegenen Hydranten oder auch aus Löschwasserteichen bzw. Löschwasser-Vorratsbehältern versorgt wird. Löschwasseranlagen trocken dürfen deshalb aber auch keinesfalls mit trinkwasser-führenden Leitungen im Gebäude verbunden werden. Der erforderliche Versorgungsdruck für den Löschangriff wird durch den Maschinisten an der Pumpe im Feuerwehrfahrzeug sichergestellt.



Wandhydranten

Wandhydranten werden in Gebäuden fest installiert und dienen der Löschwasserentnahme. Die Schlauchlängen müssen so bemessen werden, dass im Brandfall auch der entfernteste Bereich erreicht werden kann. Zudem ist es möglich, Wandhydranten mit weiteren Brandbekämpfungsanlagen zu kombinieren, beispielsweise mit Feuerlöschern. Sie werden meist über eine unter Druck stehende Löschwasserleitung versorgt.

Werden Wandhydranten installiert, müssen zwei grundlegende Anforderungen beachtet werden:

  • Die Trinkwasserverordnung muss zum Schutz der Menschen und der Umwelt eingehalten werden.
  • Die Brandschutztechnischen Erfordernisse müssen beachtet werden.

Wandhydranten müssen für jedermann gut sichtbar und erreichbar ein. Schließlich müssen Laien und Feuerwehr im Ernstfall schnell handeln können. Der Inhalt eines Wandhydranten ist anhand der angebrachten Piktogramm erkennbar. Sowohl Art, Ausführung als auch Gestaltung sind genormt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine sorgfältige und fachgerechte Planung unerlässlich. 

Folgende Wandhydranten-Typen werden unterschieden:

  • Wandhydrant mit formstabilem Schlauch Typ F (zur Selbsthilfe und zur Nutzung durch die Feuerwehr)
  • Wandhydrant mit formstabilem Schlauch Typ S (nur zur Selbsthilfe)
  • Wandhydrant mit Flachschlauch (nur für geschultes Personal)

 

Feuerlöscharmaturen

Für die Löschwassertechnik gibt es zahlreiche Armaturen. Oftmals handelt es sich bei Armaturen um Kleinteile – doch ohne sie wäre eine effektive Brandbekämpfung nicht möglich.

Die wichtigsten Armaturen sind folgende:

  • Einspeise- und Entnahmearmaturen
  • Schlauchanschlussventile
  • Be- und Entlüfter
  • Armaturen zur Druckregelung
  • Entleerungseinrichtung
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